Welche Wärmepumpe wird am häufigsten eingebaut?
Die Luft-Wasser-Wärmepumpe, mit großem Abstand. Rund neun von zehn neu installierten Anlagen nutzen die Außenluft als Wärmequelle. Der Grund ist praktischer Natur: keine Erdarbeiten, keine Genehmigung, keine Fläche im Garten dauerhaft belegt und eine deutlich geringere Anfangsinvestition.
Lohnt sich eine Erdwärmepumpe trotz der hohen Bohrkosten?
Das hängt vom Wärmebedarf ab. Die Erdsonde arbeitet etwa 20 bis 25 Prozent effizienter als Luft, kostet aber 9.000 bis 18.000 Euro mehr für die Erschließung. Bei einem gut gedämmten Haus mit geringem Verbrauch dauert es sehr lange, bis der Effizienzvorteil diese Summe einspielt. Bei hohem Wärmebedarf, einem großen Gebäude oder wenn Schallschutz zum Nachbarn ein Thema ist, kann sich die Bohrung dagegen lohnen.
Wie laut ist eine Luft-Wärmepumpe?
Moderne Außengeräte liegen bei etwa 50 bis 60 Dezibel Schallleistungspegel. In drei Metern Abstand kommen davon rund 35 bis 45 Dezibel an, das entspricht ungefähr einem leisen Kühlschrank. Entscheidend ist die Aufstellung: nicht in schmale Innenhöfe, nicht direkt auf die Schlafzimmerfenster der Nachbarn gerichtet und nicht zwischen zwei reflektierende Wände. Viele Geräte haben zusätzlich einen Nachtmodus mit reduzierter Drehzahl.
Brauche ich für eine Wärmepumpe eine Genehmigung?
Für Luft-Wärmepumpen in der Regel nicht – zu beachten sind aber die landesrechtlichen Abstandsvorschriften zur Grundstücksgrenze und die Immissionsrichtwerte der TA Lärm. Erdsonden und Flächenkollektoren sind bei der unteren Wasserbehörde anzuzeigen oder genehmigungspflichtig, in Wasserschutzgebieten häufig unzulässig. Für die Grundwassernutzung brauchen Sie eine wasserrechtliche Erlaubnis samt Pumpversuch und Wasseranalyse.